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Noch ein VR-Posten für Pascale Bruderer

Die frühere SP-Politikerin wird nach der Mobiliar, der Bernexpo und der TX Group auch beim grössten Apothekenbetreiber der Schweiz Verwaltungsrätin.

Julian Witschi
Steigt bei Galenica ein: Pascale Bruderer.
Steigt bei Galenica ein: Pascale Bruderer.
Raphael Moser

Der Berner Gesundheitsdienstleister Galenica holt Pascale Bruderer in den Verwaltungsrat. Die 42-Jährige wird der Generalversammlung vom 19. Mai zur Wahl in das Aufsichtsgremium vorgeschlagen, wie das Unternehmen mitteilt.

Bruderer war 2002 für die SP in den Nationalrat gewählt worden, 2009/2010 war sie als Nationalratspräsidentin oberste Schweizerin und ab 2011 vertrat sie den Kanton Aargau im Ständerat. Ende 2019 hat sie sich wie vor zwei Jahren angekündigt aus der Politik zurückgezogen.

Seither sicherte sie sich mehrere Mandate in der Wirtschaft. Sie hat sich bereits in den Verwaltungsräten der Versicherungsgruppe Mobiliar sowie der Messe- und Kongressveranstalterin Bernexpo engagiert und ist beim Medienkonzern TX Group, zu dem auch die Berner Zeitung gehört, für die Wahl in das Aufsichtsgremium nominiert.

Bei Galenica soll Bruderer den frei werdenden Platz von Fritz Hirsbrunner besetzen. Hirsbrunner habe sich nach über 40 Jahren Tätigkeit in der Gruppe dazu entschieden, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen, hiess es. Er war bei Galenica unter anderem Finanzchef, ehe er 2014 von der Geschäftsleitung in den Verwaltungsrat wechselte.

In der Gesundheitskommission

Galenica setzt auf die politische Erfahrung von Bruderer: Mit ihrer langjährigen Mitgliedschaft in der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit trage sie wichtiges ergänzendes Wissen über das Gesundheitswesen in den Verwaltungsrat, schreibt der Konzern.

In den letzten Jahren hat der Apothekenbetreiber unter den Preissenkungen gelitten, welche der Bund verfügt hat. Trotzdem konnte Galenica den Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken steigern, wie das Unternehmen weiter mitteilt.

Zu diesem erfreulichen Ergebnis hätten sowohl eine dynamische Expansionstätigkeit und Akquisitionen als auch die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen beigetragen, heisst es. Die Zahl der Apotheken stieg um 11 auf 356. Übernommen wurde insbesondere die Interlakner Bichsel Gruppe.

Mit Blick auf das Wachstum des Umsatzes stellt Galenica auch einen höheren Gewinn in Aussicht. 2019 sei der Betriebsgewinn um Sonderfaktoren um 7 bis 9 Prozent gestiegen, statt wie angekündigt um 5 bis 7 Prozent. Die definitiven Zahlen publiziert Galenica am 10. März.

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