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Verkehr auf Berner Kantonsstrassen hat um 40 Prozent abgenommen

Nicht nur auf Schweizer Autobahnen, sondern auch auf Berner Kantonsstrassen bremst das Coronavirus den Verkehr.

De Strassen werden im Kanton Bern über den ganzen Tag hinweg gesehen gleichmässiger benutzt.
De Strassen werden im Kanton Bern über den ganzen Tag hinweg gesehen gleichmässiger benutzt.
Foto: Franziska Rothenbühler

Eine Auswertung der Verkehrsdaten von fünf Messstellen im Kanton Bern zeigt, dass der Verkehr Ende März im Vergleich zu Ende Februar über eine ganze Woche gesehen um 40 Prozent abgenommen hat.

Wie das bernische Tiefbauamt am Dienstag nach einer Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte, verringerte sich der Verkehr am Wochenende vom 21./22. März sogar um bis zu 66 Prozent. Am vergangenen Wochenende vom 28./29. März wurden an den fünf Messstellen Werte zwischen -49 und -59 Prozent ermittelt.

Der Trend habe sich wieder umgekehrt, was für die Samstage schon wieder einen «normalen» Einkaufs- beziehungsweise Freizeitverkehr vermuten lasse: Das schreibt der Vorsteher des bernischen Tiefbauamts, Stefan Studer, in einem Kommentar zu den Zahlen.

Die Daten der fünf Messstellen zeigen weiter, dass es auf den Berner Kantonsstrassen wie bisher Morgen- und Abendspitzen gibt. Doch die Strassen werden über den ganzen Tag hinweg gesehen gleichmässiger benutzt. Das ist für Studer ein Indiz dafür, dass flexibler gependelt wird.

Messstellen in verschiedenen Regionen

Daten von Messstellen auf der Halenbrücke zwischen Bern und Herrenschwanden, Oppligen, Hindelbank, Langnau und Lauperswil wurden verwendet, also aus verschiedenen Regionen des Kantons. Als Basis dienten die Zahlen der Kalenderwoche 9 (24.2. bis 1.3.). Im Vergleich zur Verkehrsmenge dieser Woche sank der Verkehr in der Kalenderwoche 13 (23.3. bis 29.3.) um 40 Prozent.

Schon in der Kalenderwoche 10 hatten die Messstellen 5 Prozent weniger Fahrzeuge als in der Woche zuvor gemessen, dann 8 Prozent weniger und in der Kalenderwoche 12 gleich 32 Prozent weniger. Zu Beginn dieser Kalenderwoche 12, nämlich am 16. März, rief die Landesregierung die ausserordentliche Lage aus und Bundesrat Alain Berset forderte die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben.

Am 26. März gab das Bundesamt für Strassen (Astra) bekannt, auf den Autobahnen seien rund ein Drittel weniger Fahrzeuge unterwegs als normalerweise. Besonders stark abgenommen habe der Verkehr an Samstagen und Sonntagen.

(SDA / ske)