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Auf dem aufsteigenden Ast

Nach schwierigen Jahren befindet sich der RHC Wimmis im Aufwärtstrend.

Fabian Aebischer
Der Wimmiser Spielertrainer Gaël Jimenez (links) deckt den Ball gegen Flavio Silva von Genf ab.
Der Wimmiser Spielertrainer Gaël Jimenez (links) deckt den Ball gegen Flavio Silva von Genf ab.
Walter Dietrich

Der kleine Parkplatz bei der Rollhockeyhalle Herrenmatte in Wimmis ist etwa halb gefüllt. Drinnen herrscht eine gesellige Stimmung, ein Teil der 105 Zuschauer verpflegt sich an der Buvette. Auf einer Plattform oberhalb des kleinen Restaurants besteht die Möglichkeit, das Spiel mit dem besten Überblick zu verfolgen.

Von dort aus sieht man besonders gut, wie die Emotionen bei den Spielern und Zuschauern während der Partie gegen den Tabellenführer aus Genf mehrmals hochkochen. Am Ende verspielt das Team von Spielertrainer Gaël Jimenez eine 3:0-Führung und verliert nach grossem Kampf 3:4 in der Verlängerung. «Mit dem einen Punkt können wir trotzdem zufrieden sein», meint Captain Simon Brand.

Ein Jahr in der NLB

Seit 2013 ist Beat Meier Präsident des RHC Wimmis und übt zudem das Amt des Speakers aus. Sechs Jahre bevor der langjährige Spieler in die Führungsetage wechselte, hatten die Niedersimmentaler den bislang einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte geholt. Seither durchlebt der RHC eine schwere Zeit. Für ein Jahr war der Traditionsclub gar nur in der zweithöchsten Liga engagiert.

In der laufenden Meisterschaft hat sich Wimmis zuletzt aber gefestigt. Nach elf Spielen belegen die Berner Oberländer den vierten Platz. Diese Rangierung berechtigt gerade noch für die Teilnahme am Playoff. «Der Ligaerhalt ist unser primäres Ziel. Wie jedes Jahr schauen wir zunächst nach hinten», sagt Präsident Meier.

Diese Haltung bezieht er vor allem auch, weil seit dem Meistertitel 2007 viele Teams – ausgenommen die drei Berner Mannschaften Uttingen, Thunerstern und Wimmis – mehrere Ausländer verpflichtet hatten. «Die Förderung der Junioren steht bei uns an oberster Stelle», erzählt Meier.

Finanziell stehe der Verein auf gesunden Beinen, dank Anlässen wie der Europameisterschaft 2000 oder jährlichen internationalen Turnieren der Junioren. Die Zuschauerzahlen in den besten Zeiten bewegten sich bei ungefähr 400 Leuten, heuer sind es lediglich um die 100.

«In den letzten Jahren haben sich die Spieler nicht wirklich mit dem Verein identifiziert. Bei einem Dorfclub ist das entscheidend», sagt Meier. Und daran will der RHC Wimmis vehement arbeiten, damit sich der Parkplatz bei der Rollhockeyhalle in Zukunft wieder besser füllt.

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